NEIN ZUM KRIEG


Gegen alle Kriege!

Aufruf der Comisión Sexta zu Aktionen gegen ALLE Kriege (9. März 2022)

Auf die Straße - gegen den Krieg!
Bernd Drücke für die Unterstützung aller Kriegsdienstverweigerer (7. März 2022)

Nach der Schlacht wird es keine Landschaft mehr geben ...
Erklärung der EZLN (2. März 2022).

Zeitenwandel
Text gegen den aktuellen Kriegs-Hype (2. März 2022)

Nicht Waffen, sondern Friedensgespräche sind das Gebot der Stunde
Statement von Connection e.V. (24. Februar 2022)

Nein zur militärischen Eskalation
Erklärung der War Resisters' International (23. Februar 2022)

Für eine sofortige friedliche Beilegung des bewaffneten Konflikts
Erklärung der Ukrainischen Pazifistischen Bewegung (1. Februar 2022)

Es darf keinen Krieg geben!
Erklärung von russischen Friedensaktivist*innen (30. Jänner 2022)


 

Gegen jeden Krieg!
Kriegsdienste verweigern, Protest unterstützen!

Wir sind in diesen Tagen ebenso wütend wie frustriert. Wir haben keine fertigen Antworten. Doch wir wissen, dass wir die diversen Kämpfe sozialer Bewegungen nicht der Logik und den vermeintlichen Sachzwängen des Krieges opfern dürfen. Grade in Zeiten wie diesen müssen wir die Basis emanzipatorischer, sozialer Bewegungen weiterentwickeln!

Der russische Einmarsch in die Ukraine ist ein Angriffskrieg, der die autoritäre Innenpolitik in Russland nach außen fortsetzt und einem Großmachtstreben folgt, das ideologisch an vorsowjetische, zaristische Zeiten anknüpft. Zugleich ist der Krieg eingebettet in innerkapitalistische Konkurrenzkämpfe um Hegemonie, Marktanteile und Einflusssphären zwischen den globalen Machtblöcken von Russland, China, den USA und der EU sowie mittendrin Deutschland als eigenständige Akteurin.

Auch die geostrategischen Zielsetzungen der Nato folgen dieser Konkurrenzlogik. Sie ist eine internationale militärische Allianz zur Durchsetzung eigener Interessen. Letztlich ist sie ein Kriegsbündnis von Staaten und keine demokratische Institution der "Freiheit", zu der sie aktuell gerne erklärt wird.

Es gab und gibt keine "humanitären" Kriege. Es gibt nur Kriege. Und auf dieser Konfliktebene können soziale Bewegungen nur verlieren. Ihr Hauptfeind steht daher immer im eigenen Land.

Der russische Angriffskrieg in der Ukraine bedient sich dabei auch der Logik sogenannter "humanitärer Interventionen", wie sie seitens der EU, der USA und der Nato in Jugoslawien, Afghanistan oder in Libyen erfolgt sind. Spätestens der Krieg in Syrien war dann auch für Russland und das Nato-Mitglied Türkei die Blaupause und der Modellfall, um auf ähnliche Weise nach einer neuen postkolonialen Ordnung und Aufteilung von Regionen in Einflusssphären zu streben.

Das kurdische Projekt für Basisdemokratie und Emanzipation in den Autonomiegebieten wurden in diesem Machtspiel von den USA und Europa verraten und fallengelassen. Es musste auf seine eigenen Kräfte vertrauen, erst im Kampf gegen den IS und bis heute gegen die militärischen Angriffe und Landnahmeversuche der Türkei.

Die EU-Grenzen wurden vor Geflüchteten aus diesen Kriegszonen inzwischen dauerhaft abgeschottet. Am Mittelmeer herrscht ein grausames Regime der Abschreckung, das jährlich tausende Tote fordert.

Nationalismus und Aufrüstung sind nie, gerade auch nicht angesichts dieser Zustände, eine emanzipatorische gesellschaftliche Antwort. Sie bieten keine Perspektive über das Elend hinaus, im Gegenteil, sie Schreiben es fort und verschärfen es. Insbesondere die Militarisierung des öffentlichen Diskurses und die Aufrüstung in Deutschland lehnen wir ab. Statt auf noch mehr deutsche Waffen zu hoffen, die nur kapitalistische Konkurrenz, globales Wettrüsten und regionale Konflikte weiter befördern, liegt unsere Perspektive auf Desertation und der Demontage von allem Kriegsgerät.

Nicht mit Nationen sind wir solidarisch, sondern mit sozialen Kämpfen und allen Menschen auf der Flucht.

Die Ukraine hat als Antwort auf den russischen Angriff erklärt, die Grenzen für alle "wehrfähigen" Männer von 18 bis 60 Jahren zu schließen, um sie für den Kriegsdienst zwangszuverpflichten. Wir fordern offene Grenzen und solidarisieren uns mit allen Deserteur*innen und Fahnenflüchtigen, die sich der Kriegslogik entziehen, ob aus Russland, der Ukraine oder anderen Ländern.

Unsere Antwort auf imperiale Kriege liegt nicht darin, selbst in Militarismus und patriarchale Muster zu verfallen, sondern sich ihnen zu widersetzen. Dazu dient die Stärkung von emanzipatorischen Projekten, antiautoritären Protesten, Arbeitskämpfen, politischen Generalstreiks, direkten Aktionen und der Selbstermächtigung von Akteuer*innen.

Deshalb hat Café Libertad gemeinsam mit dem Fanprojekt St. Pauli Roar einen Fördertopf zur Soforthilfe eingerichtet, der Fahnenflüchtige und Deserteur*innen aller Seiten unterstützt.Den kapitalistischen Kriegszustand bekämpfen!

EU-Grenzen öffnen, alle Refugees supporten!
Direkte Solidarität mit Deserteur*innen und emanzipatorischen Protestbewegungen!

Krieg sofort stoppen -
für einen europäischen Friedensprozess!

Beitrag der Solidarwerkstatt Linz (24. Februar 2022).


La Gira Por La Vida
Die Reise für das Leben


Am 14. und 15. September sind die zapatistischen Delegationen
in Wien gelandet, eine Woche später folgten die Delegierten des CNI.
Eine Woche lang fuhren wir gemeinsam durch die Steiermark
und besuchten verschiedene Kollektive und Kooperativen,
die hier von links und unten für das Leben kämpfen.


Cambium, Fehring, 2. - 4. Oktober


Bahnhof Graz, 4. Oktober


Radio Helsinki, Graz, 4. Oktober 2021


Explosiv Graz, 5. Oktober


Explosiv Graz, 6. Oktober


Wieserhoisl, Deutschlandsberg, 7. - 8. Oktober


Biohof Maierhofer, Kaindorf bei Hartberg, 8. - 9. Oktober

Danke an alle, die diese Reise
und diese wunderbaren Begegnungen
möglich gemacht haben!

Brief der Zapatistas
an das Österreich von unten


Das Programm in Graz
(4. - 7. Oktober 2021)





1. September 2021, 20 Uhr im Lesliehof
(Raubergasse 10, 8010 Graz):

Filmvorführung: "Der Aufstand der Würde"


Erster Teil: Eine Erklärung für das Leben

Das Überleben der Menschheit hängt von der Zerstörung
des Kapitalismus ab (1. Jänner 2021).

Zweiter Teil: Das Wirtshaus
Die Verantwortung besteht darin, uns für das, was passiert,
verantwortlich zu machen (29. Dezember 2020).
Audioversion

Dritter Teil: Der Auftrag
Davon wie Defensa Zapatista versucht, Esperanza den Auftrag des Zapatismus zu erklären und andere geglückte Argumentationen (22. Dezember 2020).

Vierter Teil: Erinnerung an das, was kommen wird
Der Alte Antonio erinnert sich an die Rückkehr
der Ceiba Madre (19. Oktober 2020).

Fünfter Teil: Der Blick zur Tür
Niemand braucht uns um Vergebung zu bitten
(9. Oktober 2020).

Sechster Teil: Ein Berg auf hoher See
Die Zapatistas kündigen an, Delegationen nach Europa
und die anderen Kontinente zu schicken (5. Oktober 2020).

Weg nach Europa
Die erste Delegation bereitet sich auf die Überfahrt vor
(10. April 2021).



Aroma Zapatista

rebellischer Kaffee aus Chiapas
in unserem Online-Shop